Römö 2002


Vom 22.7.02 bis 30.7.02

war ich zusammen mit Daniela in den Ferien auf Römö. Römö ist eine Insel im Süd-Westen von Dänemark. Eine ihrer Nachbarinsel ist die deutsche Insel Sylt.

Montag 22.7.2002

Um viertel vor Fünf am Morgen fuhren wir los. Ach ja, wir fuhren die Ganze Strecke mit dem Auto. Mit dem Auto von Daniela. Natürlich wechselten wir immer wieder ab und machten auch zwischen durch Pausen um etwas zu essen oder um auf die Toilette zu gehen. Aus den Staumeldungen entnahmen wir, dass wir auf der A5 vor Frankfurt wahrscheinlich in einen Stau kommen werden. Nach einer Baustelle geriet Daniela versehentlich auf eine Ausfahrt. Auf der Suche nach einer Stelle zum umdrehen um wieder auf die Autobahn zurückkehren, fanden wir eine andere Autobahn, die genau parallel zu der vorherigen war. Wir fuhren also auf dieser weiter und hatten somit ungewollt und mit etwas Glück den Stau auf der A5 umfahren.

Ab ein Uhr mittags begannen wir dann mit der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Die fanden wir dann auch in der Nähe von Bad Segeberg (bekannt durch die Karl May Festspiele). In einem gemütlichen Landhotel verbrachten wir dann die Nacht.

Dienstag 23.7.2002

Zwischen sieben und acht Uhr morgens machten wir uns dann auf die Weiterfahrt. Da wir ja am ersten Tag so weit gekommen sind, entschlossen wir uns dazu den weiteren Weg nicht auf der Autobahn fortzusetzen, sondern quer durchs Land. So haben wir noch etwas mehr von der imposanten norddeutschen Landschaft gesehen. In Dänemark machten wir dann Mittagspause bei McDonalds.

Schon bald erreichten wir dann den Damm, der das Festland mit der Insel verbindet. Es ist schon gewaltig, wenn man aus der hügel- und bergenreichen Schweiz in ein so flaches Land kommt.

Gegen ein Uhr nachmittags waren wir dann im Hotel. Da das Zimmer noch nicht fertig war, fuhren wir nach dem einchecken, Reitstunden festlegen und zusätzlichen Stunden buchen, an den Strand. Wow, das ist wirklich ein toller Strand. Zwar war das Wetter nicht das Beste (regnerisch, starker Wind), aber was macht das schon bei einem soooo breiten Strand. Nach einem Spaziergang fuhren wir dann auch mal (wie alle anderen) mit dem Auto über den Strand, es war fast wie eine Strasse…

Da wir erst am Donnerstag abend zum ersten Mal reiten konnten, haben wir beschlossen am Mittwoch eine Besichtigung der Insel zu machen.

Am Abend haben wir dann noch festgestellt, dass man die zusätzlichen Reitstunden nicht richtig verrechnet hat, was dann nach langem hin und her (keiner ausser der Chefin wusste was wir eigentlich wollten) bis am Donnerstag geregelt wurde.

Am Abend besuchten wir dann das Römö Sommerland, dass gleich hinter der Hotelanlage liegt und für Gäste des Hotels Kommandörgaarden gratis ist. Das Sommerland ist so ein kleiner Vergnügungspark. Mit Spielplätzen, Schiessbuden, kleinem Wasserrutschenpark, Kanufahren, Piratenschiff. Also eigentlich eher etwas für Kinder. Trotzdem hats Spass gemacht. Wir haben dann auch dort zu Abend gegessen.

Mittwoch 24.7.2002

Heute war eben die Inselbesichtigung angesagt. Mit dem Auto fuhren wir vom einen Ende der Insel zum anderen. Dazwischen besichtigten wir das kleinste Schulhaus von Dänemark und das Museum Kommandörgaarden. Am Rande des Militärübungsplatzes schauten wir zu, wie die Flieger ihre Runden drehten.

Am Nachmittag besuchten wir auch noch den Pferdestall (wir wollten ja auch wissen wo der genau liegt), doch es waren gerade keine Pferde zusehen.
Nach einem schönen Spaziergang an einem Muschelstrand, sanken wir in einer feuchten Wiese fast knöcheltief ein. Diese Hose konnte ich für den Rest der Woche vergessen…

Donnerstag 25.7.2002

Ich weiss gar nicht mehr was wir eigentlich den ganzen Tag so alles gemacht haben… Wir waren glaub am Strand und dort haben wir mal wieder viele Reiter gesehen, sei es alleine oder in Gruppen…

Am Abend gingen wir dann selbst Reiten. Auf unserem Zettel stand 18:30 Uhr. So sind wir eine halb Stunde früher im Stall gewesen. Da war aber keiner… Es hat sich herausgestellt, dass die Zeit 18:30 schon die halbe Stunde die man vor Abritt da sein muss beinhaltete.

So konnten wir nun wenigstens mithelfen die Pferde in den Stall zu treiben und zu füttern, und diejenigen einzufangen, die mit auf den Ritt sollten.

Ach ja, bei den Pferden hier handelt es sich um Islandpferde.
Ich bekam Birdna, eine junge Stute, die noch nicht ganz tölten konnte. Sie mixte also Trab und Tölt. So konnte ich weder Leichttraben, noch bequem sitzenbleiben. Und da ich auch noch den Sattel nicht gewohnt war und halt doch ein Bügel etwas länger war als der andere, rutschte ich beim ersten Töltversuch einfach vom Pferd. Im weiteren Verlauf des Rittes hielt ich mich einfach am Sattel fest, sobald ich das Gefühl hatte wieder zu rutschen. Gegen Ende gings dann einigermassen.

Bei unserem Zwischenhalt an einem kleinen See konnten die mutigen unter uns mit den Pferden baden gehen. Mir war es zu kalt und schliesslich hatte ich ja schon ein Ereignis an das ich mich erinnern werde (der Sturz). Daniela wagte es mit ihrem Wikingur ins kühle nass. Von weitem sah es noch ganz lustig aus.

Freitag 26.7.2002

Da auch an diesem Tag kein Reiten angesagt war (es war halt Hochsaison und alles relativ ausgebucht), machten wir ein Ausflug aufs Festland. Wir besuchten das Sommerland Syd, dass etwa eine Autostunde entfernt war. Dieses Sommerland war etwas grösser als das auf Römö, schliesslich hatte dieses auch einige schnellere Bahnen.

Samstag 27.7.2002

Am Samstag gings schon um neun Uhr morgens los mit Reiten. Die 4.5h Römötour war angesagt. Es waren zusammen mit den drei Leitern 20 Reiter dabei. Ich hatte Mosi, ein Wallach und Daniela hatte Birdna (sie ist aber nicht runtergefallen). Er konnte tölten. Am Strand fand er es jedoch besser zu galoppieren, als zu tölten. Aber der Galopp war so langsam und gemütlich, dass uns immer alle überholten. Auf dieser Römötour sahen wir nicht viel von Römö, nur den Strand.

Sonntag 28.7.2002

Auch an diesem Tag gings schon um neun los. Für Daniela ist das wahrscheinlich etwas früh, vorallem in den Ferien. Ich hab keine Probleme damit, wäre sogar noch früher aufgestanden…

Der heutige Ritt war nur ein zweistündiger. Ich bekam Lettir, ein dunkelbrauner Wallach. Die Reiterin die ihn am Samstag hatte kam noch zu mir und meinte „it’s a very good horse“. Das freute mich natürlich. Lettir gefiel mir, da er nicht ganz so klein wie Birdna und Mosi war. Er war angenehm zu Reiten. Er hat ein super Tölt. (angeblich gehört er auch zu den wenigen von den Pferden hier, die Pass gehen können.) Als wir dann den ersten Tölt machten, fing Birdna (einige Pferde vor mir) an zu galoppieren und viel aus der Reihe. Die Reiterin fand das nicht so toll. Als wir dann anhielten um Nachzugurten, kehrte sie alleine zum Stall zurück.

Am Strand angekommen, gings ab im Galopp. Quer über den Strand. Wow, Lettir war super bequem im Galopp und mega schnell.

Nach ein paar Metern im Schritt machten wir eine Pause. Ein Junge wollte sein Pferd wechseln, da es ihm zu aufgeregt war. Bis jetzt wollte der Junge immer ein schnelles Pferd, und hat mit den anderen Kindern immer Galopprennen veranstaltet. Nun hatte er mal eines (ein New Forest Pony, das älteste Pony in diesem Stall, eigentlich ganz ruhig, aber mit einem unruhigen Reiter halt auch unruhig), dass schnell war, und wollte es nicht.

Als wir nach der Pause wieder aufsassen, hiess es, dass wir jetzt etwa 400 – 600 meter nur im Tölt am Ufer entlang reiten. Das hab ich natürlich gemacht, war ja auch super, wen man so ein tolles Pferd hat. Plötzlich fingen die Pferde vor und hinter mir (am Strand durften / mussten wir relativ verstreut Reiten, was einfach genial war) an zu galoppieren. Ich blieb im Tölt, da es ein so geniales Feeling war.

Montag 29.7.2002

Der heutige Ausritt ging leider nicht an den Strand, sondern in die Plantage (Wald) Ich war total happy, als Mette (sie leitete diesen Ausritt und auch schon den Baderitt am Donnerstag) mir wieder Lettir gab. Jedoch fand ich den Plantagenritt nicht so toll.

Durch die Plantage führen schmale sandige Reitwege (durchschnittlich 50 cm). Da konnte man nur hintereinander her reiten. Vorallem schlingel- ten sich die Wege so um die kleinen Bäume, dass man meist den An- fang der Gruppe nicht mehr sah, sondern nur gerade ein oder zwei Pferde vor sich. Und beim Galopp fiel der Reiter von Birdna runter, weil sie irgendwie spinnte. Nachher galoppierten wir noch ein Stück, aber das Pferd vor mir war so langsam, dass ich kaum mehr galoppieren konnte, da Lettir ja sehr schnell ist. Ich töltete dann einfach, was aber auf diesen Wegen auch nicht so toll ist wie auf dem breiten, flachen Strand.

Am Abend machten Daniela und ich noch je eine chinesische Fussreflexzonenmassage, da wir von unserer Buchung her noch 100 Wellnesspunkte zu gute hatten. Das war richtig erholsam.

Dienstag 30.7.2002

Um halb vier morgens, nach einer kurzen Nacht (es war warm, deshalb haben wir nicht so gut geschlafen), klingelte der Wecker. Um viertel nach vier fuhren wir dann los, bzw ich übernahm die erste Strecke, da Daniela ja noch halb schlief.

Auch auf der Heimreise hatten wir keinen Stau. Es wäre nicht so toll gewesen, bei durchschnittlich 33° im Stau zu stehen (was sie auf der Gegenfahrbahn machen mussten). Je näher wir nach Hause kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Und als wir am Schweizer Zoll standen, blitzte und donnerte es. Um vier Uhr waren wir dann zu Hause.

Ende des Reiseberichts!