Geschichte


Mein Traum vom eigenen Isländer

Wie du vielleicht schon in der Fotogalerie festgestellt hast, war ich 2002 in Dänemark, genauer auf Römö in den Ferien. Dort hab ich zusammen mit meiner Kollegin Daniela die Islandpferde kennengelernt. Bis dahin bin ich nur auf Grosspferden (Freiberger, Hannoveraner, Irländer, …) geritten.
Ehrlich gesagt, hab ich auch nie vorgehabt Isländer zu reiten, die waren mir einfach zu klein, zu ponyhaft… man könnte fast sagen, ich hatte vorher eine Art Abneigung gegen diese Pferde. Nun haben Daniela und ich letztes Jahr eben nach Reitferien gesucht. Gar nicht so einfach, da Daniela ja Westernreiterin ist und ich Englisch reite. Da Daniela ja von früher auch noch eine Ahnung vom englisch Reiten hat, und das Isländerreiten für uns beide etwas neues war, haben wir uns dann eben für die Isländer in Dänemark entschieden.
Am Anfang hatte ich wirklich Mühe mit diesen kleinen Pferdchen, ich konnte irgendwie nicht glauben, dass diese kleinen Pferdchen mich tragen sollten…
Doch schon nach kurzer Zeit war ich davon überzeugt, dass diese Pferde auch Erwachsene Männer problemlos tragen können, und somit sicher auch mich.
Und ihre vierte Gangart, der Tölt, hat mich so fasziniert, dass ich mich gleich in diese Pferde verliebt habe. Was fast nicht verwunderlich ist, denn den meisten Leuten geht es so, einmal Isländer, immer Isländer…
Nur geht es bei mir noch weiter. Bevor ich die Isländer kennengelernt habe, wollte ich nie ein eigenes Pferd. Das hat sich nach diesen Ferien völlig geändert. Nun träume ich fast Tag und Nacht von meinem eigenen Isländer. Da ich aber gerade mit meinem Informatikstudium angefangen habe, habe ich im Moment weder die Zeit noch das Geld für ein eigenes Pferd. So muss ich also noch mindestens 3 bis 4 Jahre warten, bis ich mir meine Traum erfüllen kann.
Da mir nichts anderes übrig bleibt als zu warten, nutze ich diese Zeit um mehr über die Isländer zu erfahren und mich auch reiterlich weiterzubilden. So war ich anfangs 2003 eine Woche in Österreich im Haus der Pferde und habe dort fast 20 Reit-Stunden auf Isländern gehabt.

Seit ich die Isländer kennengelernt habe, ist es um mich geschehen. Zuvor wollte ich kein eigenes Pferd. Aber danach war mir klar, dass ich einen eigenen Isländer haben muss/werde. Naja und wenn man dann schon mit trämen beschäftigt ist, wünscht man sich am besten noch gleich einen zweiten Isi dazu, da man ja schlecht ein einzelnes Pferd halten kann und in der Gegend sowieso nicht wirklich viele andere Isis stehen. Und natürlich sollten meine beiden Isis in einem Offenstall stehen. Nur zu doof, dass es auch sowas nicht wirklich in der Gegend gibt, und so richtig Lust auf einen Pensionstall hab ich ja auch nicht, also träme ich auch noch gerade vom eigenen Offenstall, möglichst nahe beim Haus/bei der Wohnung.
Um so einen ganzen Traum zu erfüllen braucht es viel Geld und Zeit. Bei einem Student sind diese Dinge wohl eher nicht im notwendigen Ausmass vorhanden. Dies schiebt die Erfüllung des Traums etwas weit in die Zukunft.

Auch wenn ich immer wieder genaustens überlegt habe, ob nicht doch jetzt schon eine Erfüllung des Traumes möglich wäre, musste ich jedesmal mit einer gewissen Enttäschung feststellen, dass ich doch noch die ganzen Jahre bis nach dem Studium warten muss.
Bei Studiumsbeginn hies das also noch 4.5 bis 5 Jahre warten. Für einen jungen Menschen wie mich ist das schon eine ewig lang erscheinende Zeitspanne. Aber auch wenn es nicht immer einfach war, habe ich glaub doch eingesehen, dass ich diese Zeit einfach abwarten muss.
Die Zeit soll mit einem Pflegeisi überbrückt werden. Dies auch um Erfahrungen zu sammeln und das Isi-Reiten besser zu lernen. Leider sind eben die Isländer im Laufental ziemlich rar und so blieb mir nicht viel anderes übrig, als den weiten Weg nach Büblikon/Wohlenschwil (Kanton AG) auf mich zu nehmen, um dorf auf dem Sigihof viele schöne Stunden auf Tinna zu verbringen. Bis Tinna dann verkauft wurde und ich eine nähere Isi-Reit-möglichkeit fand. Leider war das nach zweieinhalb Monaten auch schon zu Ende.

Mein Traum geht in Erfüllung

Nun stand ich also wieder vor der Entscheidung einen neuen Pflegeisi zu suchen. Nur wollte ich nicht schon wieder enttäuscht werden. So habe ich mich dann, nach etwa zwei Wochen hin und her überlegen und genauem abwägen ob es wirklich möglich ist zum jetzigen Zeitpunkt, dazu entschieden mich auf die Suche nach einem eigenen Isländer zu machen.

hekla
Anfang Juli habe ich mit der Suche dann angefangen. Am 14. ging ich auf den ersten Proberitt. Da war ich auf dem Islandpferdehof Lieburg und habe Hekla geritten. Die hat mir zwar farblich sehr gefallen, aber sie ist etwas schmal und beim Reiten hat sie mich auch nicht so überzeugt.

weierholz
Am Tag darauf fuhr ich in Richtung Bodensee auf den Islandpferdehof Weierholz von Doris und Markus Albrecht-Schoch. Dort ritt ich vier Pferde und verliebte mich gleich in einen grossen Schecken. Eine Woche später fuhr ich dann nochmals hin und ritt den Schecken und den Schimmel nochmals.

Nach dem Sturz vom Schecken war ich dann leider nur noch unglücklich verliebt. Gefallen tut er mir immernoch, aber er wäre wohl zu schwierig für mich, vorallem als erstes Pferd. Dafür hat mir der Schimmel diesmal besser gefallen als beim ersten Mal.

wiesenhofDanach gings mir natürlich nicht gerade so gut, ich hoffte dann am darauffolgenden Sonntag auf dem Wiesenhof in Deutschland wenigstens ein Pferd zu sehen, dass mir auch etwas gefällt und ich so den Schecken ein bisschen besser vergessen kann. Auf dem riesigen Wiesenhof mit seinen vielen vielen Pferden hab ich etwa zehn Pferde geritten und keines hat mir wirklich gefallen.

Alle waren mir zu klein, habe sie aber trotzdem probiert, man weiss ja nie. Ich konnte mich für keines der Pferde begeistern.

blakkurGanz kurzfristig kam ich dann dazu Blakkur zu besichtigen. Auf ihn wurde ich durch eine Anzeige in der Tierwelt aufmerksam. Ich weisse echt nicht, eigentlich wäre er doch super gewesen, Naturtölter, dressurmässig ausgebildet, gut erzogen, aber irgendwie hats nicht gefunkt. Ich habe ihn aber trotzdem mal weiterhin im Auge behalten.

sneglaAm darauf folgenden Sonntag fuhr ich wieder nach Deutschland, diesmal zu Snegla. Auf sie bin ich durch eine Anzeige auf taktklar aufmerksam geworden und hatte schon die letzten paar Wochen per Mail mit ihrer Besitzerin kontakt. Sie hat mir auch sehr gut gefallen. Sie hat eine spezielle Farbe, mausfalb. Sie ist ebenfalls Naturtölterin. Im Moment wird sie sehr wenig geritten, dass sieht man ihr auch extrem gut an. Aber trotzdem hat sie mir gefallen. Da ich nun schon zwei Pferde hatte, die mir doch einigermassen gefielen, ging es mir wieder etwas besser und ich war nicht mehr so enttäuscht wegen dem Schecken.

weierholzTja, aber dann fuhr ich doch nochmals zu Markus und Doris Albrecht-Schoch, zwar nicht wegen dem Schecken, aber wegen dem Schimmel und dem Schwarzen, und noch einem Fuchs, den sie mir auch noch zeigen wollten.

Der Fuchs war beim Reiten nicht so mein Fall. Der Schwarze gefällt mir nicht schlecht, aber ist wohl auch eher nichts. Bei ihm kommt halt auch noch dazu, dass er leichtes Ekzem hat. Aber der Schimmel gefällt mir von Mal zu Mal immer mehr… Er ist 5-Gänger und hat einen wirklich tollen Tölt. Er ist manchmal etwas frech, aber sonst ein ganz lieber.

reykurBis jetzt waren Reykur (der Schimmel), Snegla und Blakkur noch alle im Rennen… An erster Stelle der Schimmel und dann folgt Snegla und dahinter irgendwo Blakkur. Deshalb habe ich der Besitzerin von Blakkur jetzt abgesagt. Sind da also nur noch Reykur und Snegla. Wobei ich sehr stark in Richtung Reykur tendiere, und auch schon ein viertes Mal auf ihm ritt…

reykurTja und dann habe ich mich für Reykur entschieden. Ich war dann noch ein paar Mal dort um ihn zu reiten und es macht mir wirklich jedes mal mehr Spass mit ihm. Am 13. September war dann die Ankaufsuntersuchung und da wie zu erwarten alles in Ordnung ist, wird Markus ihn bald bringen.