Reykurs Tagebuch – 2008

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Ausritt mit Jessica

Sonntag 28. Dezember 2008 - geschrieben von sibylle - Comments (0) -

Heute durfte auch Jessica das erste Mal auf Wolke Reiten. Reykur blieb zu Hause auf dem Paddock und ich ritt somit wieder auf Alisha. Diesmal war es aber nicht mehr ganz so eisig glatt, deshalb konnten wir doch eine ganze Stürmechopf Runde reiten. Sogar ein kurzes und flaches Stück Trab wagten wir mit Wolke und runter gings dann wieder zu Fuss.


Alleine in die Halle

Samstag 27. Dezember 2008 - geschrieben von sibylle - Comments (0) -

Diesmal gingen nur Reykur und ich in die Halle. Alisha haben wir zu Hause gelassen. Da die Wiesen im Moment schön gefroren sind, konnte ich quer drüber in die Halle. Zwar musste Reykur dann auch wieder ein bisschen auf den Steinchen laufen, aber das machte er ganz gut.

Da müssen wir hin….
Da kommen wir her (aber mit einem Umweg)



Zu Beginn waren wir nicht ganz alleine in der Halle. Aber der andere Reiter ging bald und erst als ich fertig war kam die nächste Reiterin. So konnte ich die Halle also wiedermal richtig ausnützen.
Angefangen habe ich mit flicken des Circling Games. Da möchte Reykur die Gangart nicht mehr so lange beibehalten wie ich das gerne hätte. Aber so ganz hab ichs nicht geschafft eine effektive Phase 4 zu finden. Es wurde zwar besser, aber gut ist es noch nicht. Das muss ich noch besser hinbekommen, bevor wir richtig am Galopp Circling Game arbeiten können.
Irgendwann gings dann ans Reiten. Dazu hab ich mir zwei Hindernisständer geholt, damit ich darum eine 8 Reiten konnte (Freestyle Pattern Figure 8). Zuerst schön im Schritt, mit möglichst wenig Zügel, dafür mit Stick und Fokus. Als es im Schritt klappte versuchten wir zuerst den einen Bogen im Trab (also ein Bogen im Trab, den anderen im Schritt). Dann auch noch umgekehrt und zum Schluss hängten wir die zwei Bögen im Trab zusammen und das hat sogar geklappt :) . Darf zwar noch etwas weniger Zügel und Stick sein, aber war trotzdem ganz zufrieden damit.
Dann hab ich meine Isolationen überprüft. Die funktionieren auch noch gut. Deshalb gings weiter mit Seitwärts, mit so wenig Zügel wie möglich. Daraus machte ich auch gleich ein Point-To-Point und ritt von einem Hindernisständer zum anderen seitwärts. Ich war selbst erstaunt, wie wenig Zügel ich dazu wirklich brauchte. Nur hin und wieder die Vorwärtsbewegung etwas abfangen, aber schon viel weniger als auch schon.
Anschliessend gings zum Follow The Rail raus an die Hallenwand. Zuerst ein bisschen Schritt und Trab und dann ab die Post im Galopp. Wir drehten ein paar Runden im schnellen Galopp nach links und dann nach rechts. Dann gabs eine Verschnaufspause :) .
Ich hab auch noch kurz versucht wie das Reiten mit dem String um den Hals klappt. Rückwärts geht da schon sehr gut, auch links oder rechts klappt, aber so gut ist es noch nicht. Und wenn ich schon beim Rückwärts war, machten wir noch ein paar Trab-Rückwärts-Trab-Rückwärts YoYo’s. Dies dann aber wieder mit den normalen Zügeln von der natural Hackamore. Zuerst an der Wand, dann auch noch der Versuch auf der Mittellinie. Leider standen da noch die Hindernisständer und Reykur meinte er müsse jetzt zu einem von denen hin laufen und da gibts dann Pause. Deshalb wurde unsere Linie dann doch nicht so schön gerade. Und er hatte auch Mühe am anderen Ende der Halle, beim C, schön gerade vor dem C stehen zu bleiben. Das haben wir dann noch zwei Mal versucht, also nur gerade ein paar Meter auf C zuzureiten und dann schön davor anzuhalten. Da gabs dann auch lange Pause und da endete auch die heutige Session.
Nun legte ich Reykur noch das Zaumzeug an und packte die ganzen Seile wieder am Sattel fest um dann auf den Heimritt zu gehen. Ich wagte den Heimritt über die Felder, also fast den gleichen Weg zurück, wie ich vorher zu Fuss ging. Nur das wir jetzt noch etwas mehr quer drüber gingen als zuvor. Das klappte wunderbar. Bei den beiden Anhängern und dem Siloballen dahinter (die waren mit einem Plastik, der sich im Wind bewegte, zugedeckt), war es Reykur zwar wieder nicht so wohl, aber er hat sich da tapfer durchgekämpft. Etwas weiter sahen wir dann zwei Rehe von unten vor uns durch, bis hoch zum Wald rennen. Das war so schön anzusehen, so das mich die Kälte kaum mehr störte. Dieser Heimritt war richtig schön…


Ausritt mit Joelle

Freitag 26. Dezember 2008 - geschrieben von sibylle - Comments (0) -

Heute gings nicht in die Reithalle, sondern zusammen mit Joelle auf einen kurzen Ausritt. Ich ritt wieder Alisha und Joelle nahm ich auf Wolke an der Hand mit. Es war zwar super schönes Wetter, aber eisig kalt und ziemlich glatt. So machten wir nur eine kurze Runde und gingen zu Fuss wieder nach Hause.
Dort stellten wir die beiden Hafis auf den Paddock und ich machte mit Reykur noch einen Spaziergang. Ich lief mit ihm bis zum Waldrand hoch. Dort machten wir eine kurze Pause und dann gings wieder zurück. Zwischen durch machte ich mit dem einen oder anderen Baum das Touch It Pattern. Ich liess Reykur also den Baum mit der Nase berühren. Nur bei einem Baum brauchte Reykur ein paar Anläufte mehr als sonst. Da wurde er auch etwas emotional und wusste nicht mehr recht was machen. Lags etwa daran, dass wir auf dem Heimweg waren und er lieber direkt nach Hause wollte, anstatt noch so komische Spiele zu machen?
Zurück im Stall liess ich dann alle drei Pferde in ihre Boxen.


Die Halle für mich alleine

Donnerstag 25. Dezember 2008 - geschrieben von sibylle - Comments (0) -

Auch heute ging ich wieder in die Halle, aber weil ich keine Lust hatte schon wieder der Strasse entlang zu reiten, ging ich heute quer über ein Feld. Ich ritt also zuerst den Weg hoch, wo ich vor ein paar Wochen mit Reykur ein paar Mal im Dunkeln hoch spazierte, bis der Weg aufhörte. Unterwegs wollten plötzlich beide Pferde nicht mehr weiter laufen, weil sie wohl in den einen Baumgruppe was gesehen haben, oder wars der Schneehaufen, oder das Wasserfass? Ich weiss es nicht, ich hatte zumindest alle Mühe beide Pferde wieder in Bewegung zu bringen. Wenn Alisha wieder lief, blieb Reykur immer noch stehen und riss mir so fast den Arm aus. Aber als wir an dem Monster (was auch immer es war) vorbei waren, gings wieder gut vorwärts mit den beiden. Am Ende des Weges ritten wir nun also quer über die Wiese, dann am anderen Ende ein Stück auf der nächste Wiese abwärts und schon waren wir auf dem nächsten befestigten Weg, welcher direkt zur Reithalle führt. Da dieser natürlich nicht geteert war, liess ich Reykur wo es ging auf dem Grasstreifen in der Mitte, oder auf der Wiese daneben laufen.
Die Halle hatte ich heute ganz für mich alleine. So stellte ich heute auch mal noch ein Cavaletti auf. Zuerst liess ich Reykur da im Schritt drüber und zwar solange bis er nicht mehr anhielt, sobald er die Vorderbeine drüber hatte. Wenn er anhielt schickte ich ihn rückwärts (dabei wollte er sogar mal aufs Cavaletti drauf stehen 😉 ) und fing von vorne an. Es brauchte nicht lange, einfach ein bisschen Geduld und dann klappte dieses Squeeze Game so gut, dass Reykur nach dem Stoppen gleich wieder los stürmte übers Cavaletti. So sollte es natürlich nicht ganz sein. Er sollte schon anhalten und auf neue Anweisungen warten. Als es im Schritt klappte, machten wir im Trab weiter und siehe da, es klappte sogar mit so halbbatzigen Sprüngen. Ich machte dann noch ein CG aus dem Squeeze Game und so musste Reykur etwa dreimal hintereinander in die gleiche Richtung über den Sprung und ich versuchte mich so gut wie möglich zurück zu halten und ihn nicht noch vor dem Sprung anzutreiben. Umso schöner fand ich es, dass es doch geklappt hat.
Deshalb wechselten wir zum nächsten Spiel… Zum Come to me. Das machte ich wieder mal schön an der Wand. Ein paar Mal hintereinander immer genau an der gleichen Stelle anfangen. Und ich ging solange rückwärts, bis Reykur mit meiner ausgestreckten Hand Kontakt machte. Das Rückwärts schicken am Anfang, also dann wenn ich den Bauchnabel nach aussen strecke, war nicht so sonderlich gut, dafür eben das Come To Me, wenn ich den Bauchnabel einziehe, da kam er im Trab. Am Anfang brauchten wir fast die ganze Länge der Halle, bis der mit meiner Hand Kontakt machte (das haben wir halt vorher noch nie so geübt und es schien eher, als wolle er der Hand ausweichen). Aber ich hab wohl bei diesem ersten Versuch im richtigen Moment aufgehört und so brauchten wir beim zweiten Mal nur noch die Hälfte der Halle bis zum Kontakt. Und beim dritten und letzten Mal waren es wieder ein paar Meter weniger.
Weiter gings at Liberty und später noch mit dem Circling Game. Die Richtungswechsel werden wirklich langsam besser. Vorallem auf der rechten Seite ist das Draw fast zu gut, da springt er lieber auf mich drauf, als dann in die neue Richtung, aber wenn ich es schaffe ihn mit etwas weniger Draw reinzuholen, dann geht auch der Wechsel besser. Das werd ich auch noch irgendwie hinbekommen.
Ich versuchte dann auch mal wieder den Galopp im CG. Da klappt aber das Beibehalten der Gangart nicht so wirklich und das direkte Senden im Galopp klappte auch nicht. Da hab ich noch etwas Arbeit vor mir. Ich muss meine Energie besser einsetzen.
Zum Schluss holte ich noch Alisha rein und übte kurz das Handpferdereiten. Also vorallem mal das ich Reykur besser nach hinten schicken kann und wieder nach vorne holen. Als ich dann auch noch einen kurzen Versuch im Trab starten wollte, meinte Alisha sie müsse mal einen kleinen Bocksprung machen. Hab dann Reykur stehen lassen (ja der blieb doch tatsächlich da stehen) und ritt mit Alisha ein paar Runden auf der Volte im Trab. Das ganze war aber doch eher etwas einschläfernd… Aber weil mein Fudi halt nicht ganz so viel Platz hat in dem Sattel (ich hätte ja auch den anderen Sattel nehmen können….), war das Traben nicht so angenehm, weshalb ich es dann auch sein liess.
Ich machte mich dann mit den beiden Pferdchen auf den Heimweg. Diesmal versuchte ich wieder oben durch den Wald, also durch den Matschweg. Ich war mir eben nicht sicher, ob dort immer noch wegen Holzen gesperrt ist, aber ich hatte Glück. Sonst hätte Reykur halt etwas gar weit über die bösen Steinchen laufen müssen. Der Heimritt war aber ziemlich anstrengend. Alisha wollte die ganze Zeit möglichst schnell nach Hause und Reykur eher im Schneckentempo (unteranderem wohl eben wegen den Steinen). Aber wir haben es dann doch bis auf die andere Seite, wo der Weg wieder geteert ist geschafft. Da stieg ich dann ab und ging zu Fuss nach Hause.
Bevor ich Reykur zu seinem Mittagessen liess, hab ich ihm noch seine Hufe schön sauber gewaschen, dass da hoffentlich kein Steinchen mehr drückt.


Wieder in die Halle

Mittwoch 24. Dezember 2008 - geschrieben von sibylle - Comments (0) -

Jetzt hab ich 4.5 Tage frei und somit Zeit um Reykur und auch die beiden Hafis zu bewegen (Doris fällt leider für die nächste Zeit aus). Mit Reykur möchte ich natürlich so häufig wie möglich in die Halle, um an unserer Partnerschaft zu arbeiten und dem Parelli Level 2 Abschluss näher zu kommen. Ausreiten geht mit ihm ja die nächsten Wochen wieder nicht so gut, weil ich seine Schuhe erst in vier Wochen erhalte.
So gings heute Nachmittag zusammen mit Alisha in die Reithalle. Ich ritt wieder Alisha und nahm Reykur an der Hand mit. Wir ritten wieder der Hauptstrasse entlang runter und später auf dem gleichen Weg zurück. Die Autofahrer waren heute recht anständig unterwegs, trotz Weihnachststress.
Als ich in die Halle kam, war gerade noch ein Reiter da, der war aber gerade dabei aufzubrechen und nach Hause zu fahren. So hatte ich die Halle dann am Anfang doch für mich alleine. Grund genug um gleich mal mit etwas Liberty anzufangen. Da klappte das Stick to me im Schritt und im Trab ganz gut. Nur als ich dann auch das CG versuchen wollte, driftete er da langsam von mir weg. Bevor ich aber wieder ans Seil ging, versuchte ich noch das Touch it at Liberty mit dem Hindernisständer den ich in die Mitte der Halle gestellt habe.
Anschliessend machten wir das selbe noch am 7m Seil. Zuerst Touch It in der Ecke, dann am Hindernisständer. Das klappte alles wunderbar. Deshalb wechselte ich zum CG. Hier hatte ich links herum wieder etwas Mühe… Reykur wollte nicht recht die Gangart beibehalten, so brauchte es ein paar Anläufe. Als das CG dann am Seil funktionierte, wagte ich nochmals einen Versuch at Liberty und siehe da, jetzt hats funktioniert, zumindest rechts herum im Schritt und Trab und auf einem Mini-Kreis. Aber ich konnte Reykur sogar dazu bringen den kleinen Kreis wieder etwas zu vergrössern, ohne dass er sich gleich auf und davon machte.
Ich machte mich dann parat zum Aufsteigen (Satteln und so 😉 ). Während dessen kam ein weiterer Reiter, bzw er longierte dann sein Pferd. Ich übte mit Reykur wieder die Isolationen und gezielt auch ein paar Übergänge. Vom Rückwärts in den Schritt klappte schon mal gut. Vom Schritt in den Galopp brauchts ein paar Trab tritte dazwischen, aber zumindest waren wir dann im Galopp. Ich musste dazu halt auch noch auf der einen Volte bleiben, was es für den Anfang nicht so einfach machte. Es wäre da einfacher gewesen, wenn ich nur die Gangart, aber nicht die Richtung hätte vorgeben müssen. Aber es ging ja auch so.
Der nette Herr, der vorhin am Longieren war, half mir dann beim rausgehen mit „meinen“ beiden Pferdchen. Er brachte mir Reykur raus. Das ist halt immer noch eine etwas kompliziertere Sache, wenn ich da so mit zwei Pferden in die Halle rein und raus gehe, aber es hat noch jedes mal geklappt…


Ausritt mit Hufschuhen

Sonntag 21. Dezember 2008 - geschrieben von sibylle - Comments (0) -

So, bevor ich heute die Testschuhe wieder in die Kiste packe und zurück schicken muss, teste ich sie noch auf einem Ausritt. Auf Alisha nahm ich noch Jessica an der Hand mit. Eigentlich freute ich mich auf einen Ritt ohne Schuhe im Tiefschnee, aber leider hats schon ein wenig geregnet und somit verschwand der Schnee langsam. So gings halt mit Schuhen los. Reykur lief gut und zügig. Auch Trab und Galopp waren kein Problem. Im Galopp riss mich Alisha fast aus dem Sattel, weil sie soviel schneller rennen wollte als Reykur, aber ich musste das Seil doch nicht loslassen… Ich konnte doch noch etwas aufholen und Alisha mit Hilfe von Jessica wieder bremsen.
Die paar Bäume und Äste die quer über die Wege lagen fand Reykur ungeheuerlich. Beim einen wollte er sogar lieber umdrehen, als näher ran. Da musste ich dann zur Sicherheit doch absteigen, weil mit Handpferd war mir das zu gefährlich. Und für den Heimweg, den Berg runter, wollte ich sowieso absteigen. In dem restlichen, matschigen Schnee rutschte Reykur mit den Schuhen immer mal wieder. Da war er glaub selbst etwas überrascht, weil ohne Schuhe wäre er wohl nicht ganz so fest gerutscht.
Aber ansonsten scheinen die Schuhe ganz gut zu passen und deshalb werd ich mir die jetzt einfach mal bestellen. Hoffentlich kommen die dann bald…

Am Nachmittag gings nochmals nach Wädenswil, wo noch ein letzter Teil zum Pattern Kurs stattfand. Der Teil für den es das letzte mal nicht gereicht hat. Zuerst zeigte und Berni ein paar Patterns mit dem Vorführpferd und anschliessend durften wir selbst Pferd, bzw Führer spielen beim sogenannten Conga-Pferd. Und schnell waren die zwei Stunden auch schon wieder vorbei…


Mit Hufschuhen in die Reithalle

Samstag 20. Dezember 2008 - geschrieben von sibylle - Comments (0) -

So, jetzt machen wir einen längeren Hufschuhtest als am letzten Dienstag. Heute solls in die Halle gehen. Damit auch Alisha mal wieder etwas mehr Bewegung hat, reite ich sie in die Halle und Reykur darf die Schuhe ohne Reitergewicht als Handpferdchen testen. Auch Werner hat zugesagt, dass er in die Halle kommt. Gemeinsam machts sowieso noch mehr Spass.
Als ich aber in den Stall kam, war noch nirgends Licht und die Garage war abgeschlossen. Die Pferde schauten mich auch ganz hungrig an. Tja, da hab ich mal den Pferdchen was zu fressen gegeben und angefangen zu misten. Mit Alisha’s Putzzeug hab ich sie und Reykur geputzt. Jetzt hoffe ich einfach, dass Werner nicht besonders pünktlich ist, weil mir reichts schon längst nicht mehr auf die abgemachte Zeit.
Als Herr Neyerlin dann doch endlich kam, wusch er noch Alishas Schweif, während ich die beiden Pferdchen sattelte, meinem noch die Schuhe anzog und ihn mit all dem Gepäck belud.
Irgendwann konnte ich mit den beiden Pferden dann doch los. Der Hauptstrasse entlang gings nach Laufen. Ausser den zum Teil verrückten Autofahrern gings ganz gut. Alisha nahm nur einmal einen Satz zur Seite und Reykur riss mir nur einmal fast den Arm aus, weil er lieber zu den Pferden auf der anderen Strassenseite wollte… Endlich bei der Halle angekommen, war Werner auch schon eine gute halbe Stunde da. Während ich Alisha in die Box stellte und Reykur von seinem Gepäck und den Schuhen befreite, ritt noch ein weiterer Reiter in der Halle. Aber als ich dann endlich in die Halle ging, ging dieser dafür raus. Er schaute uns, bzw vorallem Werner, der nun mit Rocky Liberty spielte noch ein bisschen zu. Das sah ja wirklich gut aus. Nicht mehr wie früher, wo Rocky ihm mehrmals davon rannte. Jetzt wars nur ein einziges Mal, wo Rocky noch ein paar Bocksprünge machen musste und sich nachher wieder ganz auf Werner konzentrieren konnte.
Mit Reykur hab ich gleich als erstes das Touch It in den Ecken versucht. Oh Wunder, ich glaub ich hab beim letzten Mal genau im richtigen Moment aufgehört, weil jetzt hats gleich beim ersten Versuch geklappt. Hab dann trotzdem noch ein zwei Ecken gemacht und später auch mal noch eine im Trab. War richtig schön.
Das Circling Game fand Reykur heute nicht besonders lässig, er fand es nicht für nötig die Gangart beizubehalten und wollte zudem auch noch die Richtung selber bestimmen (konnte ihn zweimal davon abhalten nach aussen weg zudrehen). Da musste ich ein paar Mal mit Phase 4 kommen (wahrscheinlich wars eben nicht ganz Phase 4, deshalb hats mehrere Anläufe gebraucht), bis er auch links herum die Gangart im Trab beibehielt und ein paar Runden am Stück laufen konnte.
Ich versuchte auch die Richtungswechsel. Die waren nicht schlecht, aber auch noch nicht gut. Von rechts nach links kam er jeweils so im Galopp (wir waren im Trab) auf mich zu, dass es kaum für einen Wechsel reichte, weil er so schnell bei mir stand. Aber mit ein bisschen weniger Draw und Energie beim Heranholen schaffte ich das dann auch noch, und er konnte den Wechsel richtig schön gemütlich durchtraben. Da hab ich ihn dann für heute mit dem Circling Game und den Wechseln in Ruhe gelassen.
Als noch weitere Reiter kamen (ok, die eine machte dann auch Bodenarbeit (Longieren und Seitengänge)), machte sich Werner langsam auf den Heimweg und ich sattelte Reykur noch um ein wenig zu Reiten. Ah, genau, zuvor hab ich auch noch ein bisschen Liberty gemacht (Seil über den Rücken von Reykur gelegt für den Notfall). Und Reykur rannte mir quer durch die Halle hinter her, das war richtig schön…
Beim Reiten liefs auch ganz gut. Die Isolationen scheinen langsam richtig gut zu sitzen, vorallem hat er nicht mehr so ein durcheinander, wenn ich von Vorhandweichen zu Hinterhandweichen wechsle. Hab deshalb auch gleich mal versucht wies dann mit dem Seitwärts, möglichst ohne Zügel, aussieht. Das braucht schon noch etwas Zügel, vorallem um die Vorwärtsbewegung abzufangen, aber das wird auch noch…
Weiter hab ich viele Übergänge, Halt, Schritt, Trab, Rückwärts gemacht und auch noch ein paar Galoppsprünge eingebaut. Das hat alles ganz gut geklappt. Gegen Ende wollte er dann doch einmal nicht mehr vorwärts laufen und es brauchte mal wieder eine Phase 4 mit dem Stick aufs Fudi und schon funktionierte der Vorwärtsgang wieder.
Dann gings ans zusammenpacken, Schuhe wieder anziehen, Pferdchen wieder bepacken, Alisha rausholen und ab nach Hause….
Auf dem Heimweg wollte ich mal noch ein Stück traben umzusehen, wie das mit den Hufschuhen klappt. Alisha trabte aber zu langsam für Reykur und auf dem Teer und mit dem vielen Verkehr wars mir dann doch nicht so wohl im Trab. Aber die paar Schritte die ich Reykur im Trab hatte, sahen nicht schlecht aus. Auch sonst lief er recht gut mit den Schuhen. Er brauchte einfach am Anfang eine kleine „Anlaufzeit“, wo er eher langsam und vorsichtig lief, bis er dann gut mit Alisha mitkam.
Ich werde die Schuhe wahrscheinlich morgen noch im Gelände einsetzen (eigentlich wollte ich ja ohne Schuhe in den Schnee, aber ich glaub soviel Schnee hats nun doch leider nicht mehr) und dann müssen die Testschuhe auch schon wieder zurück geschickt werden. Aber ich werde mir die Renegades wohl bestellen. In knall rot…


Hufschuhe erhalten

Dienstag 16. Dezember 2008 - geschrieben von sibylle - Comments (0) -

Heute kamen meine Renegades Testschuhe. Zwei orange für vorne und zwei rote für hinten. Die Farben konnte ich für die Testschuhe nicht aussuchen, aber das ist ja egal. Mich würden ja sowieso die roten interessieren, von daher ist das gerade ideal.



Also ab zu Reykur in den Stall und ausprobieren. Kurz die Anleitung studiert und zack zack waren die Hufschuhe montiert. Ging wirklich super einfach. Klar ein wenig Übung brauchts schon noch, aber wenn die schon beim ersten mal so schön einfach anzuziehen sind ist ja auch schon super. Vom Gefühl her passen sie auch ganz gut.



Ich bin dann mit Reykur noch kurz bis zur Kreuzung und wieder zurück gelaufen. War jetzt schon komisch vom Geräusch her, wenn man sich schon langsam an die Stille des Barhuflaufenden Pferdes gewöhnt hat und jetzt klappert es wieder irgendwie komisch. Vorallem hörte man ganz gut, wenn Reykur hinten etwas schlurfte. Aber das lag vielleicht auch am ungewohnten Gefühl mit den bunten Dingern an den Füssen zu laufen. Deshalb hob er ab und zu die Beine etwas komisch. Aber sonst lief er ganz gut damit.



Ich hab auch schon ein paar erste Fotos gemacht. Im Dunkeln kommen die zwar nicht so gut, bessere wirds dann halt erst am Samstag geben…



Ausritt im Schnee

Samstag 13. Dezember 2008 - geschrieben von sibylle - Comments (0) -

Ja, eine ganze Woche war ich nicht im Stall. Schrecklich, und morgen kann ich schon wieder nicht, weils nach Fehraltorf ans Parelli Tournament geht. Dafür eben heute einen wunderschönen Ausritt im Schnee… Unglaublich lange ist es her, seit ich mit Reykur zum letzten Mal so richtig ausgeritten bin (den Heimritt letzten Sonntag von der Halle zähle ich nun mal nicht dazu 😉 ). 10 Wochen um genau zu sein. Aber ohne Eisen und noch ohne Schuhe, wars halt einfach nicht möglich auszureiten. Umso mehr hab ich mich darauf gefreut, dass es soviel geschneit hat, da braucht es keine Schuhe mehr…
Genauso toll war es, dass auch Tamara nach einer langen Zeit wieder einmal Zeit hatte für einen Ausritt. So konnten wir ein paar richtig schöne Galöppchen im Schnee machen. Die Pferde wussten sowieso, dass wir lieber galoppieren wollten im Schnee und freuten sich scheinbar auch darüber mal wieder so richtig Dampf abzulassen.
Für den Heimritt stieg Tamara ab. Ich ausnahmsweise nicht, weil ich genau wusste, dass mein trittsicheres Pferdchen besser runter läuft als ich 😉 . Erst unten, wo es nicht mehr soviel Schnee hatte und dann auch gar keinen mehr, stieg ich ab. Die beiden Pferdchen waren ziemlich nass geschwitzt, aber sie durften trotzdem noch auf die verschneite Wiese…


In der Reithalle

Sonntag 7. Dezember 2008 - geschrieben von sibylle - Comments (0) -

So, heute hab ichs aber doch endlich in die Reithalle geschafft. Ich hab meinem Ponylein den Sattel drauf gemacht, alles Gepäck (Zaumzeug, natural Hackamore, zwei Töggeli…) befestigt und los gings zu Fuss der Hauptstrasse entlang nach Laufen. Ich lief auf dem Trottoir und Reykur auf der Strasse. Die ersten ca fünf Minuten hat er hier und dort was gesehen und war noch recht unruhig. Aber dann gings bis nach Laufen super. Kurz vor der Reithalle war er dann wieder ziemlich RB. Leider konnte ich ihm nicht so helfen wie ich das hätte wohlen, weil ich Angst hatte, das er mir sonst hier wegrennt. Immer nachdem wir beim Verladen das Problem vom Wegrennen hatten, habe ich nachher eine zeitlang Angst, dass er mir auch sonst überall versucht wegzurennen, obwohl er das eigentlich nicht macht. Braucht einfach wieder etwas Zeit, bis ich mir da wieder ganz sicher bin.
Auf jedenfall sind wir dann doch noch bis zur Halle gekommen. Und umso schöner wars, dass keiner in der Halle war. Als erstes hat sich Reykur genüsslich gewälzt (weil ich das geahnt habe, hab ich ja auch eine Bürste eingepackt 😉 ).
Nun wollte ich die leere Halle ausnützen um in den Ecken das Touch It – Pattern zu spielen, so wie es Berni am Kurs in Wädenswil erklärt hat. Die eine Ecke war zwar mit einem Weihnachtsbaum blockiert, bleiben aber noch drei andere Ecken. Als arrangierte ich mich mit dem 7m Seil, drivete Reykur aus der Zone 3, schaute, dass er schön auf Distanz ist und ging zur ersten Ecke. Es brauchte etwa vier Anläufe, bis er nicht weiter lief, sondern in der Ecke anhielt und die Nase an die Wand und auf den Boden hielt. Kaum wollte ich zur nächsten Ecke weiter, hörte ich Hufe klappern und Hänger heran fahren… Und plötzlich war ich nicht mehr alleine in der Halle, sondern es schwirrten ganze sechs Springpferde um mich herum und in der Mitte stand stellte ihnen einer Stangen und Sprünge auf…
Eigentlich war mir das zuviel, aber da ich ja nicht nach Hause laufen wollte, und in diesem Moment noch nicht bereit war Reykur den Sattel aufzulegen und aufzusteigen, blieb ich trotzdem in der Halle. Ich konnte halt nicht mehr wirklich das machen, was ich eigentlich wollte, aber ich fand trotzdem noch ein bisschen Platz um meine Töggeli für ein paar Achten aufzustellen. Als die anderen dann langsam mit Springen fertig waren und nur noch in der Gegend herum ritten, holte ich auch noch kurz den Sattel um noch ein paar Runden in der Halle zu reiten, bevor ich mich auf den Heimritt wage…
Alles klappte tiptop, trotz der vielen Pferde liess sich Reykur gut lenken, so dass ich mich auf den Heimritt wagen konnte. Zuerst musste ich ihn wieder voll bepacken. Nach dem ich draussen aufgestiegen bin, wollte er zuerst kaum loslaufen. Bis runter zur Abweigung, wo es entweder wieder Richtung Laufen, oder eben noch in den Wald nach Wahlen geht, lief er eher zögerlich, aber als er dann merkte, dass es nach Hause geht, marschierte er gut den Berg hoch. Dies ist jetzt mein erster „Ausritt“ ohne Eisen und weil ich noch keine Schuhe hab, auch ohne Schuhe. Auf dem Teer läuft er ja allgemein recht gut, als dann das erste Stück Mergel kam, lief er genau so gut weiter. Hier war der Weg eben auch ziemlich weich und feucht vom Regen. Als dann aber die Abzweigung Richtung Matschweg kam, wurde es für ihn sehr anstrengend über die vielen Steine. Ich liess ihn deshalb wo es ging am Rand laufen.
Als wir auf der anderen Seite dann auch wieder auf den Teer kamen, stieg ich ab und wir liefen nach Hause. Komischerweise lief er nun auf dem Teer auch nicht mehr gut und suchte richtig das Weiche auf der Seite. Grund genug einmal seine Hufe anzuschauen… Und was finde ich da? Einen Stein. Den hab ich schnell entfernt und dann konnte er auch wieder normal laufen auf dem Teer.
Nach über drei Stunden waren wir nun wieder zurück im Stall und Reykur kam gerade rechtzeitig zum Mittagessen…


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