Parelli Kurs Tag 2 + Einzug im neuen Stall

Sonntag, 29. März 2009

Nach einer kurzen Nacht (da hat man uns doch wieder mal eine Stunde geklaut) gings gegen halb acht in den Stall um die Pferde zu füttern. Danach assen Karin und ich auch noch gemütlich ein Gipfeli im Reiterstübli, bis es dann gegen neun wieder mit dem Kurs weiter ging.
Wie üblich gings am Boden los und nach und nach setzten wir uns in die Sättel. Reykur musste sich natürlich auch wieder ausgiebig wälzen. Am Boden haben wir uns angeschaut, dass wir zum Beispiel beim Driving Game, sobald das Pferd die Vor- bzw Hinterhand bewegt die Phasen am Stock auch wieder reduzieren können und erst wieder erhöhen, wenns wieder anhält, oder vorwärts geht… Dies kann dann natürlich auf alles andere übertragen werden. Es geht darum dem Pferd allgemein mehr Verantwortung und mehr Vertrauen entgegen zu bringen und ihm nicht ständig zu sagen das zu tun was es schon dabei ist zu tun.
Im Sattel haben wir uns noch kurz das 9-step-back up mit dem Savvy String um den Hals angeschaut.
Am Nachmittag gings dann weiter mit Reiten mit dem Savvy String. Einer nach dem anderen musste eine 8 um zwei Fässer reiten, nur mit dem Savvy String. Ich hatte da meine Bedenken, da Reykur sich heute Nachmittag, nur mit dem String ziemlich schlecht Lenken liess und sowieso alles andere interessanter fand als auf mich zu hören. Aber mit den Tipps von Berni hats dann doch geklappt. Immer gleich schön wieder los lassen, sobald Reykur dem Druck weicht, sonst komm ich ins Ziehen und Reykur zeigt nur noch mehr Opposition. War also ganz überrascht, dass es so gut geklappt hat.
Als nächstes war Kreise um Fässer reiten angesagt. Diesmal aber wieder mit Zügel, dafür aber möglichst nur einhändig. Ich machte mit Reykur die Kreise jeweils so lang, bis er nicht mehr in Richtung Ausgang zog.
Zum Schluss war noch das Seitwärts auch einhändig angesagt. Nach links hats ja noch funktioniert. Aber nach rechts wollte Reykur nicht mehr. Da wollte er immer wegdrehen. Die Konzentration war bei uns beiden nicht mehr wirklich vorhanden. So hab ich aufgehört, als er mir doch noch zwei Schritte seitwärts nach rechts geschenkt hat.
Jetzt kam noch die Schlussbesprechung und dann war Berni wieder so nett und hat mir mein Wildpferd verladen. Nachdem er ihm doch einmal abgehauen ist und dabei auch noch das Pferd von Barbara fast davon rannte, hat Berni ihn dann am Hänger angebunden. Also das Ende des 7m Seils hat er an einem String im Hänger festgeknotet. Als Reykur das nächste Mal wegrannte, hatte er keine Chance mehr. Sah zwar nicht gerade sehr schön aus, aber irgendwie müssen wir dem Dickkopf dieses Muster austreiben. Er wollte aber irgendwie doch nicht so ganz begreifen, das es keinen Sinn mehr hat weg zu rennen und probierte es immer und immer wieder.
Am Ende blieb er dann aber doch im Hänger und Berni konnte die Stange einhängen. Ich soll dies nun auch so üben, sprich Pferdchen am Hänger anbinden, weil er nun schon zu oft mit dem Abhauen durch gekommen ist und ich das anders kaum weg bringe. Zudem soll ich alles aus dem Hänger ausbauen und so anfangen zu üben. Wenn das kein Problem mehr ist, wieder die Mittelwand einbauen. Auch das mit dem Vorne aussteigen, wie ich es schon geübt habe, also ganz hindurch laufen ist eine gute Idee. Ich soll auch anfangen Reykur im Hänger zu füttern. Da hab ich ja noch viel vor mir…

Nach dem Verabschieden von allen anderen machte ich mich auf die Heimfahrt. Die Heimfahrt in Reykur’s neues Daheim.
Um viertel vor Acht kamen wir dann im neuen Stall an. Reykur stieg ziemlich gwaglig aus, und schaute sich dann verwundert um. Als er die anderen Pferde sah, die am Zaun standen, wollte er sowieso gleich dahin. Also sind wir die Pferde begrüssen gegangen. Nachdem er fast allen „Hallo“ sagen konnte, stellte ich ihn in die Box. Die Box ist etwa grad so klein wie die, die er vorher hatte. Aber das ist ja nur vorübergehend so, nachher kommt er zu den anderen Pferden in den Offenstall.
Eliane wollte die Gelegenheit noch gleich nützen, wenn schon ein Hänger da steht und hat Fjarki noch verladen. In der Zeit hab ich all meine Sachen vom Auto in die Sattelkammer getragen und mich für die Stalldienste eingeschrieben.
Jetzt gings endlich nach Hause. Den Hänger versorge ich dann morgen.


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